Roomtour durch Selbstausgebauten Transporter

Heute gibt es eine kleine Roomtour durch unseren selbstausgebauten Transporter. Nachdem wir unseren Alltag verändert haben und unser Leben mehr nach unseren Wünschen und Vorstellungen ausrichten möchten, haben wir uns entschieden ein Wohnmobil zu kaufen und damit die neugewonnene Freiheit noch mehr leben zu können. Wir sind bisher ca 10 Monate in dem Bus gereist und haben die Vor- und Nachteile sowohl von Winter-, als auch von Sommervanlife kennen gelernt. Aktuell planen wir ein paar Umbauten, damit wir noch etwas entspannter den Alltag im Bus genießen können. Hier aber nun erstmal der Bus, wie er aktuell aussieht. Es ist ein Mercedes Benz Sprinter in der längsten Länge und mittleren Höhe. Er ist Baujahr 2002 und wir haben ihn als Rollstuhltransporter vor etwas mehr als einem Jahr gekauft.
Mercedes Benz Sprinter hoch lang
Anschließend haben wir ihn, mit Hilfe unserer Familie, komplett eigenständig umgebaut und als Wohnmobil umschreiben lassen.
Sprinter Ausbau
Nach 3 Monaten Arbeit war er dann pünktlich zum Start unserer Reise fertig.
umgebauter Sprinter

Familienbett im Wohnmobil

Uns war es wichtig, dass der Bus ein großes Bett hat, in dem wir alle zusammen schlafen können. Wir schlafen auch zu Hause im Familienbett und wollten die Vorzüge davon auf Reisen nicht missen. Das Bett ist 170×190 und damit ein ganzen Stück kleiner, als zu Hause, aber groß genug um gemütlich zu dritt darin zu schlafen. Durch die vielen Fenster können wir auch aus dem Bett den Ausblick genießen. Das Ganze hat nicht nur Vorteile, sondern wie wir im Winter merkten auch den Nachteil, dass die Kissen, wenn sie am Fenster liegen, immer klamm und kalt sind. Wir werden bald die hinteren Fenster gegen Bleche auswechseln lassen und im Anschluss dämmen und verkleiden.
Familienbett im Wohnmobil
Kinder im Wohnmobil
Van Life

Tisch – Platz zum Essen, Malen, what ever…

Das Bett lässt sich zur Hälfte einschieben und bringt so unseren Tisch zum Vorschein. Hier können wir gut mit 3, wenn Freunde dabei sind auch gequetscht mit 4-5 Personen sitzen und essen. Im Sommer haben wir das Bett so gut wie nie eingeschoben, da wir immer draussen gegessen haben. Seit dem das Wetter schlechter ist, haben wir jeden Tag das Bett eingeschoben und gemerkt, dass es ganz schön nervig ist. Hier wird also auch umgebaut…aktuell sieht es aber noch so aus…
Sitzgruppe Wohnmobil

Die Küche

Hier nun die zwei Dinge, die uns wichtig waren und weshalb wir uns für die ganz lange Version des Sprinters entschieden haben. Zu erst die Küche, hier haben wir einen Wassertank mit frischem Wasser, eine Kochplatte (die allerdings nur mit externem Strom funktioniert) und Stauraum. Im Sommer hatten wir hinter noch eine Kühlbox stehen, diese haben wir im Winter rausgemacht um mehr Stauraum zu haben. Da wir sowieso keine Lebensmittel haben, die gekühlt werden müssen geht das im Winter sehr gut. Da wir die meiste Zeit frei stehen und keinen externen Strom haben (wir haben eine Solaranlage auf dem Dach, die reicht aber nicht für das Ceranfeld) stellen wir dann zum Kochen eine kleine Gaskochplatte auf das Ceranfeld.
Küche Wohnmobil

Das Bad – kein Platz für Wellness und Beauty…

Und dann noch „das Bad“. Der Raum ist mini und hat nur eine Toilette. Für uns reicht es vollkommen und wir haben selten die Dusche vermisst. Die Toilette haben wir ebenfalls selber gebaut und uns für eine Trenntoilette entschieden. Wir müssen hierfür keinerlei Wasser, keine Chemie, nichtsweiter benutzen. Hinten steht ein Eimer und vorne ein Kanister. Damit alles da hin kommt, wo es rein soll gibt es einen Trenneinsatz zu kaufen, der die Toilette sozusagen in der Hälfte teilt und hinten offen ist, sodass alles in den Eimer „plumst“ und vorne Trichterförmig zusammengeht, damit alles in den Kanister fliest. Oben drüber ist ein ganz normaler Klodeckel, man sitzt also ganz gewöhnlich auf dem Klo, nur dass nicht alles in eine „Schüssel“ fällt sondern unterhalb in zwei verschiedene Behälter. Sinn ist eigentlich, dass der Eimerinhalt kompostiert, allerdings haben wir es bisher so gehandhabt, dass im Eimer eine Tüte ist, die wir entsorgen. Mal sehen ob das in Skandinavien ökologischer klappt. Den Urinkanister kann man ebenfalls relativ einfach entleeren.
Trenntoilette

Und zum Schluss…

Oben in der Decke haben wir zwei Dachluken verbaut, von denen wir leider eine im Nachhinein mit der Dachbox verdecken mussten. So richtig öffnen können wir also nur eine von beiden (die über unserem Bett). Vorne steht noch eine umgedrehte 3er Sitzbank, die wir aktuell zum Fahren nicht benötigen (da wir in der ersten Reihe neben dem Fahrersitz eine Doppelbank haben). Wenn der Bedarf besteht, drehen wir die Sitzbank um und haben dann insgesamt 6 Sitzplätze. Wir haben alles mit Naturholz verkleidet und dieses nur mit reinem Öl geölt. Auf dem Boden haben wir Kork verlegt. Für die Decke und die Toilettenwand haben wir Kalkfarbe mit Mamorgries benutzt und somit weitestgehend natürliche Materialien benutzt. Leider konnten wir kein Dämmmaterial finden, mit dem wir uns richtig wohlfühlen. Da hoffen wir noch auf eine gute Idee und würde das nächste Mal eine andere Lösung suchen. Im Großen und Ganzen, sind wir mit unserem Bus total zufrieden. Klar im Nachhinein haben wir immer mal wieder Dinge gefunden, die wir das nächste mal anders machen würden. Ich denke das wird auch beim zehnten ausgebauten Bus so sein… Die Länge des Busses (6,40m) ist im übrigen selten ein Problem und wir finden dadurch, dass er hinten so weit übersteht sogar in der Stadt problemlos einen Parkplatz. Mit der Höhe von 2,55m haben wir auch selten Probleme, allerdings haben wir durch die Dachbox nun eine Höhe von ca. 3 m und das schränkt uns an einigen Stellen dann doch ein. Wir überlegen also nun die Dachbox wieder runter zu machen. Das ist unser Bus, der uns auf die Reisen durch Europa begleitet und schon an viele schöne Orte gebracht hat.

One thought on “Roomtour durch Selbstausgebauten Transporter

  1. Jo.Scholz. says:

    Ich beneide euch um diese schöne Erfahrung…… wie oft habe ich genau an so einen Ausstieg in den letzten Jahren gedacht .👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻

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